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Der ganz besondere Tannenbaum

 

Nur noch einmal schlafen dann ist endlich Weihnachten. Jascha kann es kaum noch erwarten, denn dieses Weihnachtsfest wird für ihn und seine Eltern etwas ganz Besonderes. Vor ein paar Tagen ist die Familie in ihr neues Haus eingezogen und es gibt noch viel zu tun: jede Menge Umzugskartons müssen noch ausgepackt werden und ein paar Möbel fehlen auch noch. Trotzdem fühlt sich Jascha schon richtig zuhause. Wie wohl das erste Weihnachtsfest hier wird? „Papa, wo stellen wir denn unseren Tannenbaum hin?“ fragt Jascha nun seinen Vater. Papa ist gerade dabei die letzte Wand im Wohnzimmer zu tapezieren und dreht sich erschrocken zu ihm um. „Ach du grüne Neune,“ sagt er „jetzt habe ich vor lauter Umzug wirklich vergessen einen Baum zu kaufen!“ „Oh nein…“ sagt Jascha enttäuscht. Mama glaubt, dass es schwierig wird so kurz vor dem Fest noch einen Baum zu bekommen. „Dann müssen wir wohl dieses Jahr notfalls ohne Christbaum feiern“ meint sie und das macht Jascha sehr traurig. Ein Weihnachtsfest ohne Tannenbaum. „Irgendwo gibt es bestimmt noch ein Bäumchen, das nur darauf wartet unser Christbaum zu werden“ meint Papa.

Der nächste Tag ist schon der Heilige Abend und Papa und Jascha machen sich schon früh auf den Weg. Sie fahren mit dem Auto zu verschiedenen Plätzen an denen Weihnachtsbäume verkauft werden, aber sie haben einfach kein Glück. Entweder sind die Verkaufsstände schon geschlossen oder alle Bäume ausverkauft. Jascha wird immer trauriger und auch Papa ist verzweifelt. „Weißt Du was Jascha? Jetzt halten wir erst einmal am Weihnachtsmarkt und trinken etwas Warmes“ versucht Papa ihn zu trösten und macht sich auf die Suche nach einem Parkplatz. Gemeinsam bummeln sie an den vielen kleinen Holzhütten vorbei. Obwohl er sehr gerne auf den Weihnachtsmarkt geht, kann Jascha den Besuch heute nicht richtig genießen. Viel lieber hätte er einen Weihnachtsbaum gekauft aber die scheinen in der ganzen Stadt schon ausverkauft zu sein.

Plötzlich entdeckt Jascha in einer kleinen Ecke des Weihnachtsmarktes einen abgesperrten Platz, vor dem ein Schild mit einem aufgemalten Tannenbaum zu sehen ist. „Schau mal Papa“, ruft Jascha und zeigt auf das Schild. „Wir können ja mal fragen“ sagt Papa, „aber ich befürchte auch dort sind alle Bäume ausverkauft.“ Der Platz sieht tatsächlich sehr leer aus. Trotzdem spricht Papa den Verkäufer an: „Haben Sie noch einen Baum für uns?“ „Sie sind aber spät dran. Einen Baum habe ich noch, aber ich weiß nicht, ob er Ihnen gefällt. Momentmal, ich hole ihn“, antwortet der Mann und geht hinter seine Hütte. Papa und Jascha warten gespannt. Endlich kommt der Händler zurück. „Hier, der ist noch übrig. Keiner wollte ihn kaufen, obwohl er eigentlich etwas Besonderes ist.“ Jascha sieht den Baum genau an: Er ist wirklich nicht der Hübscheste. Die wenigen Äste, die er hat, sind ziemlich kurz geraten und der dürre Stamm ist krumm und hat oben an der Spitze einen Knick. Auch Papa betrachtet das Bäumchen genau. „Sie haben Recht. Er ist wirklich- äh- irgendwie besonders und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass aus ihm ein schöner Christbaum werden kann.“ Jascha ist anderer Meinung: „Aber Papa, bestimmt ist das der Baum, der nur darauf gewartet hat, dass er unser Weihnachtsbaum wird. So wie du es gestern gesagt hast!“ Ganz überzeugt ist Papa immer noch nicht. Er überlegt und überlegt und betrachtet das Bäumchen noch einmal genau von allen Seiten. „Vielleicht hast du Recht, Jascha. Wir nehmen ihn. Er ist immer noch besser als gar keiner und vielleicht wird aus ihm wirklich ein ganz besonderer Weihnachtsbaum.“

Endlich ist es soweit! Der Heilige Abend ist da und unter dem besonderen Christbaum liegen viele kleine Geschenke. Richtig schön sieht der Baum aus findet Jascha und auch von Oma und Opa die zu Besuch sind wird der Christbaum bewundert. „Einen geraden Baum hat schließlich jeder“, meint Opa. Dieser Meinung ist auch Papa: “Jascha hatte Recht: Dieses Bäumchen hat wohl nur darauf gewartet von uns abgeholt zu werden. Er ist wirklich etwas ganz Besonderes und genau der Richtige für unser erstes Weihnachtsfest im neuen Haus.“ Alle nicken zustimmend und werden sich an diesen besonderen Baum wohl immer gerne zurückerinnern.

Gottesdienstzeiten

Heilige Messen in der Pfarrei Böhmfeld

Samstag 18.00 Uhr; Sonntag 9.30 Uhr
in den Ferien Sonntag 9 Uhr, 10.15 Uhr im Wechsel mit Hitzhofen und Hofstetten

Pfarrbüro

Öffnungszeiten:
Dienstag 9 bis 10 Uhr
Mittwoch 9 bis 12 Uhr, 17 bis 18 Uhr