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Die Geschichte vom Schneemann, der keiner mehr sein wollte

Im Garten vor dem Haus stand ein Schneemann. Er hatte einen schwarzen Hut auf dem Kopf und seine Karottennase war lang und spitz. Ein ganz gewöhnlicher Schneemann. Es war wirklich nichts besonderes an ihm. Draußen war es kalt. Drinnen im Haus war es warm. Die Familie saß im Zimmer und trank Tee. Die kleine Lisa schaute aus dem Fenster und sah den Schneemann im Garten stehen. 

 

Armer Schneemann, dachte sie. Der friert bestimmt. Ich will ihm einen Tee bringen, damit ihm warm wird. Die kleine Lisa lief mit der Teetasse in den Garten, ließ den Schneemann trinken und lief zurück ins Haus. Von diesem Augenblick an, war der gewöhnliche Schneemann kein gewöhnlicher Schneemann mehr. Es regte sich in seinem Bauch ein kribbeliges, krabbeliges Gefühl. Es regte sich in seinem Kopf ein kribbeliger, krabbeliger Gedanke. Es kribbelt und krabbelt, sagte der Schneemann. Mir scheint, ich bin kein Schneemann, sondern ein Teemann. Ich möchte mich verändern. Ein Schneemann ist ein Stehmann, aber ein Teemann ist ein Gehmann. Und der Schneemann, der keiner mehr war, hob seine Schneefüße und stapfte zum Gartentor. Dort drehte er sich noch einmal um, und winkte zum Fenster. Aber Lisa schaute gerade nicht heraus. Er stapfte durch das Gartentor auf die Straße und wanderte in die Stadt. Die Leute wunderten sich. Es passiert ja nicht alle Tage, dass man einem wandernden Schneemann-Teemann begegnet. Außerdem war er ziemlich ungeschickt und stieß dauernd gegen Parkbänke. Oje, sagte der Schneemann-Teemann. 

 

Als er die Straße überquerte, hätte ihn fast ein Fahrradfahrer überfahren. Er ging weiter und traf einen Jungen. Mir scheint die Stadt ist nichts für mich. Ich möchte in eine Gegend, wo es keine Fahrräder gibt und keine Parkbänke. Da musst du auf Land hinausgehen, sagte der Junge und zeigt ihm den Weg. Der Schneemann-Teemann hob seine Schneefüße und wanderte aus der Stadt heraus. Auf dem Land war alles weiß. Wiesen und Bäume waren dick zugeschneit. Hübsch!, sagte der Schneemann-Teemann und sah sich um. Ein Vogel kam und setzte sich auf seinen Hut. Was machst du hier auf meinem Kleefeld?, fragte der Vogel. Was denn für ein Kleefeld?, fragte der Schneemann-Teemann. 

 

Im Sommer, sagte der Vogel, ist hier alles grün und der Klee blüht. Hübsch!, sagte der Schneemann-Teemann. Dann könnte ich ein Kleemann werden. Das glaube ich kaum, sagte der Vogel. Im Sommer ist es heiß. Das schmelzen alle Schneemänner und werden zu Wasser. Oje, sagte der Schneemann-Teemann. Ich möchte nicht zu Wasser werden. Mir scheint, ein Kleefeld ist nichts für mich. Ich möchte in eine Gegend, wo der Sommer nie hinkommt. Da musst du nach Norden gehen., sagte der Vogel. Immer gerade aus, bis du den ersten Eisbären triffst. 

 

Dort ist ein Land, wo es immer weiß ist und niemals heiß ist; wo immer Schnee ist und niemals Klee ist. Hübsch!, sagte der Schneemann-Teemann. Ist es weit bis dorthin? Sehr weit. Am besten, du fährst auf einer Eisscholle. Die treiben jetzt im Winter auf dem Fluss. Kannst du mich dort hinbringen?, fragte der Schneemann-Teemann. Natürlich, sagte der Vogel und flog voraus. Der Schneemann-Teemann stampfte ihm nach. 

 

Als sie zum Fluss kamen, suchte er sich eine schöne Eisscholle aus. Nicht zu groß und nicht zu klein. Die nehme ich!, rief der Schneemann-Teemann und sprang hinüber. Gute Fahrt!, rief der Vogel. Leb wohl, Schneemann-Teemann. Jetzt wirst du ein Seemann! Und der Schneemann-Teemann-Seemann reiste auf seiner Eisscholle so weit, bis er zu den Eisbären kam.

Gottesdienstzeiten

Heilige Messen in der Pfarrei Böhmfeld

Samstag 18.00 Uhr; Sonntag 9.30 Uhr
in den Ferien Sonntag 9 Uhr, 10.15 Uhr im Wechsel mit Hitzhofen und Hofstetten

Pfarrbüro

Öffnungszeiten:
Dienstag 9 bis 10 Uhr
Mittwoch 9 bis 12 Uhr, 17 bis 18 Uhr